Unsere Tiere begleiten uns mit bedingungsloser Liebe, sie sind unsere Gefährten, Freunde und oft auch unsere Lehrmeister. Doch was tun wir, wenn sie krank werden? Wenn die klassische Tiermedizin keine Antworten liefert? Wenn wir uns hilflos fühlen, weil niemand uns den richtigen Weg zeigt?
Ich kenne dieses Gefühl aus eigener Erfahrung. Mein Pferd Milo war chronisch krank, und ich stand alleine da – ohne Antworten, ohne Unterstützung, nur mit meiner eigenen Intuition und meinem unbändigen Willen, eine Lösung zu finden. Dieser Weg hat mich tief geprägt und schließlich zu meiner Berufung geführt: Ich helfe Tierbesitzern, ihre Tiere ganzheitlich zu verstehen, die wahren Ursachen von Krankheiten zu erkennen und mutig eigene Entscheidungen für die Gesundheit ihres Tieres zu treffen.
In diesem Blogbeitrag möchte ich dich mitnehmen in meine Vision – warum ich tue, was ich tue, und welche Veränderung ich mir in der Welt der Tiergesundheit wünsche. Vielleicht findest du dich in meinen Gedanken wieder – vielleicht ist dies genau der Impuls, den du gerade brauchst.
Meine Reise in die ganzheitliche Tiergesundheit begann 2009 mit meinem Pferd Milo. Er litt unter einer unerklärlichen Hautkrankheit – kleine Geschwüre und Pusteln, die aufplatzten und offene Wunden hinterließen. Vier Tierärzte konnten mir keine klare Diagnose geben. Erst der letzte stellte eine Verdachtsdiagnose, die sich bestätigte – eine damals eher seltene Krankheit (Dermatophilose), die naturheilkundlich als Entgiftungsproblem betrachtet wird.
Die schulmedizinische Lösung? Lokale Waschungen (die aber nur rein symptomatisch wirkten) und eine dreimonatige systemische Behandlung mit Antibiotika – das hörte sich für mich nicht nach einer empfehlenswerten Strategie an. Ich spürte, dass dies nicht der richtige Weg war, und begann, mich intensiv im Thema einzulesen und zu recherchieren. Schließlich erkannte ich, dass die Ursache im Entgiftungssystem lag und begann, Milo mit einer gezielten Kräuterkur zu unterstützen. Nach zwei Jahren erfolgloser Behandlungen zeigte sich endlich der Durchbruch in nur 4 Wochen – die Hautprobleme verschwanden vollständig und sind bis heute nicht zurückgekehrt.
Diese Erfahrung war für mich der Beweis: Es gibt alternative Wege. Es gibt Lösungen außerhalb der Schulmedizin. Und vor allem: Wir als Tierhalter haben die Verantwortung, diese Wege zu suchen.
Ich stand völlig alleine da. Mit meinen Sorgen, meinen Fragen und meinen Unsicherheiten. Es gab niemanden, der mir wirklich helfen konnte, keine klare Anlaufstelle, keine Begleitung, die mich bestärkt oder mich durch den Prozess geführt hätte. Ich musste mir alles selbst aneignen – und war mir dabei nie sicher, ob mein Weg der richtige war.
Doch mir wurde auch klar: Die Schulmedizin würde mir hier keine weiteren Antworten geben. Also musste ich sie selbst finden. Diese Gefühl des Auf-sich-Allein-Gestellt-seins, der Einsamkeit und Orientierungslosigkeit sind genau das, was viele Tierhalter heute noch erleben – und genau das ist es, was ich ändern möchte.
Milo hat mir nicht nur geholfen, sein eigenes Problem zu lösen – er hat mir auch meinen Weg gezeigt. Ich habe erkannt, dass jede Herausforderung zwei Seiten hat: Zunächst sehen wir nur das Problem, die Angst, die Unsicherheit. Doch oft sind es gerade diese Herausforderungen, die uns wachsen lassen.
Heute weiß ich: Ohne Milo und seine Krankheit hätte ich meine Berufung vielleicht nie entdeckt. Manchmal brauchen wir genau diesen Schubser, um neue Wege zu finden. Und genau das möchte ich weitergeben – an all jene Tierhalter, die gerade vor ihrer eigenen Herausforderung stehen.
Ich wünsche mir eine Welt, in der immer mehr Menschen Tiere ganzheitlich anschauen und Beschwerden und Krankheiten ursachenorientiert betrachten. Eine Welt, in der Tierbesitzer verstehen, dass reine Symptombekämpfung keine nachhaltige Lösung ist – sondern dass wir tiefer schauen müssen.
Ich wünsche mir, dass Menschen erkennen, dass es einen Zusammenhang zwischen unserem Stress und der Reaktion unserer Tiere gibt, dass Tiere uns oft spiegeln. Unsere Tiere nehmen unsere Stimmungen und unser inneres Gleichgewicht viel intensiver wahr, als uns oft bewusst ist. Sie haben feine Sensoren für unsere Emotionen – sie spüren, wenn wir gestresst, angespannt oder unausgeglichen sind, und reagieren darauf, oft auf eine Weise, die wir zunächst nicht mit uns selbst in Verbindung bringen.
Ein Hund mit chronischen Verdauungsproblemen, ein Pferd mit Unruhe oder Hautreaktionen, eine Katze, die plötzlich Rückzugsverhalten zeigt – all das kann nicht nur körperliche Ursachen haben, sondern auch ein Ausdruck dessen sein, was in unserem eigenen Leben gerade passiert. Tiere sind tief mit uns verbunden und nehmen energetische Disharmonien auf. Ihr Verhalten oder sogar gesundheitliche Probleme können Hinweise auf unseren eigenen Stress, innere Unruhe oder ungelöste emotionale Themen sein.
Wenn wir lernen, unsere Tiere wirklich zu verstehen, können wir nicht nur ihre Gesundheit verbessern, sondern auch unsere eigene persönliche Entwicklung vorantreiben. Indem wir bewusster mit unseren eigenen Emotionen und Stressmustern umgehen, schaffen wir eine harmonischere Umgebung – nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Tiere. Das bedeutet auch, dass wahre Heilung oft dort beginnt, wo wir bereit sind, nicht nur das Symptom zu behandeln, sondern die gesamte Beziehung zwischen Mensch und Tier zu betrachten.
Ganzheitliche Tiergesundheit bedeutet, dass wir uns nicht nur mit den Symptomen beschäftigen, sondern mit allen Aspekten, die das Wohlbefinden eines Tieres beeinflussen. Dazu gehört, dass wir uns ehrlich fragen: Werde ich meinem Tier wirklich gerecht? Passt die Haltung zu seinen Bedürfnissen, oder gibt es vielleicht Faktoren, die ihm Stress bereiten?
Auch die Fütterung spielt eine zentrale Rolle – nicht nur als reine Nahrungsaufnahme, sondern als Grundlage für Gesundheit und Vitalität. Es geht darum, bewusst zu hinterfragen: Was bekommt mein Tier eigentlich? Ist es wirklich artgerecht, hochwertig und nährstoffreich – oder eher ein Kompromiss aus Bequemlichkeit und gängigen Standards?
Und schließlich betrifft diese Achtsamkeit auch den letzten gemeinsamen Weg. Tiere verdienen es, in ihrer Eigenart und mit Würde bis zum Schluss begleitet zu werden. Es geht darum, ihre Bedürfnisse zu erkennen und ihnen in dieser Phase respektvoll beizustehen, anstatt Entscheidungen nur aus unserer eigenen menschlichen Perspektive zu treffen.
Das wichtigste Ziel meiner Arbeit ist, dass Tierbesitzer Eigenverantwortung übernehmen. Dass sie nicht einfach das tun, was ihnen gesagt wird, sondern dass sie hinterfragen, reflektieren und fundierte Entscheidungen treffen.
Ich wünsche mir, dass sie echtes Interesse daran haben, das notwendige Wissen zu erwerben, um nicht mehr blind irgendeinem „Hirten“ hinterherzulaufen – sei es die Futtermittelindustrie, die Schulmedizin oder ein beliebiger Trend. Ich möchte, dass sie selbstständig in der Lage sind zu beurteilen, was für ihr Tier wirklich gut ist – und das mit Achtsamkeit, Liebe und Respekt umsetzen.
Wenn dieses Wissen weitergetragen wird, wenn immer mehr Menschen ihre Tiere als bewusste Gefährten sehen und nicht nur als Patienten, dann wird sich das gesamte System verändern.
Drei zentrale Werte leiten mich in meiner Arbeit:
✨ Wertschätzung – für Tiere als fühlende, individuelle Wesen und für die Menschen, die sich auf den Weg machen.
✨ Respekt – gegenüber den natürlichen Bedürfnissen der Tiere, aber auch gegenüber unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen.
✨ Lernbereitschaft – denn nur durch Wissen und Offenheit können wir echte Eigenverantwortung übernehmen.
Ich sehe mich nicht als „Anleiterin“, die einfach sagt, was richtig oder falsch ist. Ich bin Mentorin und Beraterin, die dabei hilft, den eigenen Weg zu finden.
🔹 Ich vermittle Wissen, damit Tierbesitzer informierte Entscheidungen treffen können.
🔹 Ich gebe Impulse, um neue Perspektiven zu eröffnen und alternative Lösungen zu entdecken.
🔹 Ich mache Mut, den eigenen, individuellen Weg zu gehen – selbst wenn er nicht dem Mainstream entspricht.
Meine Klienten sollen nicht nur Antworten bekommen, sondern auch lernen, die richtigen Fragen zu stellen.
„Das Mutigste, was du tun kannst, ist, selbstständig zu denken.“
– Coco Chanel
Genau das wünsche ich mir für alle Tierhalter: Dass sie ihre Tiere bewusst, kritisch und mit einem offenen Herzen begleiten – mit dem Mut, auch außerhalb vorgefertigter Wege zu denken und zu handeln.
Unsere Tiere verdienen mehr als reine Symptombekämpfung. Sie verdienen Menschen an ihrer Seite, die bereit sind, kritisch Meinungen und Ratschläge zu hinterfragen, sich Wissen anzueignen und mutig den eigenen Weg zu gehen – selbst wenn er nicht dem entspricht, was „üblich“ oder „einfach“ ist.
Wenn meine Geschichte und meine Vision dich berührt haben, dann lade ich dich ein, diesen Weg gemeinsam mit mir zu gehen. Ob in meiner Community, in meinen Mentoring-Programm, in meiner Praxis oder durch meine Beiträge – ich bin hier, um dir zu zeigen: Du bist nicht alleine.
Denn das Mutigste, was du tun kannst, ist, selbstständig zu denken.
✨ Welche Gedanken oder Erfahrungen hast du zu diesem Thema? Ich freue mich über deinen Kommentar!
ÜBER DEN AUTOR
Ulrike Müller
Als Tiergesundheitsexpertin, zertifizierte Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin gebe ich mein Wissen über natürliche Therapiemethoden und artgerechte Fütterung weiter. Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere sind mir sehr wichtig. Hierzu möchte ich meinen Beitrag leisten - ursachenorientiert und ganzheitlich. Dafür bin ich mit viel Herzblut und Leidenschaft angetreten.
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... und ich unterstütze dich bei der ganzheitlichen Gesundheit deines Tieres.